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Hallesche Neubauten in der ersten Jahreshälfte 2019

Neue Bauwerke verändern das Stadtbild von Halle von Jahr zu Jahr

Brücken und ein Baumarkt

In der ersten Jahreshälfte 2019 begannen erneut einige Großprojekte in Halle. Zum einen wurde mit dem Bau der Brücke über die Bundesstraße 80 am Friedhof Neustadt begonnen, indem man die Auffahrten von Osten und Westen als Dämme aufschüttete, zum anderen wurde in der Dieselstraße mit dem Bau des Globus-Baumarktes begonnen. Beide Großbauten scheinen recht schnell voranzuschreiten. Am Glauchaer Platz wurde die Mühlgrabenbrücke fertiggestellt.

Baufortschritt Globus-Markt (Juli 2019)

Der Riebeckplatz und seine Neubauten

Eine Reihe anderer Bauwerke wurden zudem im Außenbau weitgehend abgeschlossen. Zum einen betrifft das das Hotel am Riebeckplatz, welches die Ecke von der Magdeburger zur Leipziger Straße nun entscheidend prägt, zumal es wieder so weit nach Osten ragt, wie die anderen Bauten der Westseite der Magdeburger Straße, was bei den Riebeckplatz-Hochhäusern nicht der Fall war. Bisher ist seine Fassade allerdings ernüchternd schlicht gestaltet. Westlich neben dem Hotel entsteht nun auch das Wohn- und Geschäftshaus in der Verlängerung der Dorotheenstraße. Es schließt direkt an das Dorint-Hotel an, so dass hier ein neuer Block entsteht.

Neue Schul- und Schulungsbauten

Die Sporthalle in der Langen Straße wurde eröffnet. Auch die Schule am Holzplatz wurde fertiggestellt. Sie dient vor allem als Ausweichquartier für Schulen, die saniert werden. In direkter Nähe wird der Gasometer zum Planetarium umgebaut. Südwestlich davon entsteht das neue Gebäude der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auf einem Areal von 4.200 Quadratmetern entstehen verschiedene Einrichtungen, darunter eine Fahrzeughalle, Trainingsstätten und eine Ausbildungsstätte. Derweil gibt es Pläne, eine evangelische Grundschule in Heide-Süd zu errichten. Sie befindet sich zur Zeit in Heide-Nord und soll zwischen Gimritzer Damm und Erich-Neuß-Weg entstehen.

Der Konkurrenzkampf der Supermärkte

Immer mehr Bewegung kommt in den Bereich der Supermärkte. Überall im Stadtgebiet werden Märkte abgerissen und neugebaut. Eröffnet wurden mittlerweile die Rewe-Märkte in der Merseburger Straße und in der Krausenstraße. Dafür wird nun der Rewe-Markt in der Damaschkestraße neugebaut. Er wird dasselbe äußere Aussehen erhalten wie die beiden anderen. Zuvor befanden sich hier zwei separate Gebäude, von denen das östliche für den Getränkeverkauf genutzt wurde.

Auch der Edeka-Neubau an der Vogelweide wurde abgeschlossen, die Kette plant zudem einen Neubau im Böllberger Weg Ecke Diesterwegstraße. Im Gegensatz zur Vogelweide plant man hier aber, den Betrieb solange aufrecht zu erhalten und den Neubau neben dem bisherigen Supermarkt zu errichten. Diese Doppelstrategie praktiziert Lidl derweil in der Krausenstraße, wo hinter dem bisherigen Markt der Neubau entsteht. Ob der alte Bau dann neu vermietet oder abgerissen wird, wird sich zeigen. An der Merseburger Straße Ecke Dieselstraße hat man sich hingegen für die Schließung samt Abriss entschieden, auf die dann ein Neubau folgen soll.

Neue Wohnhäuser

Ganz unterschiedlich sind die Ansätze im Wohnungsbau. Während in der Bugenhagenstraße neue Wohnhäuser als Lückenbebauung entstehen, die von der Paul-Riebeck-Stiftung für seniorengerechtes Wohnen erbaut werden, wurde zwischen der Karl-Meseberg-Straße und der Heinrich-Schütz-Straße mit dem Neubau eines kleines Quartiers mit Eigentumswohnungen begonnen. Das Areal wird den Namen „Hirsch-Quartier“ tragen, da ihr Wahrzeichen eine fünf Meter hohe Hirsch-Skulptur werden soll. Mehr als 150 Wohnungen sollen sich auf drei Gebäude verteilen. Zunächst wird eine Flügelanlage in Anschluss an die Bebauung an der Merseburger Straße errichtet, dann entstehen zwei Bauten entlang der beiden Straßen im Süden bzw. Norden des Areals.

Dasselbe Unternehmen plant auch in Halle-Neustadt und der Südstadt neue Kleinviertel. Das Projekt in Halle-Neustadt sieht zwölf sogenannte Stadtvillen zwischen der Begonien-, Mulde- und Pleißestraße vor, die ein Areal von fast 40.000 Quadratmetern einnehmen sollen. Die Nutzungsmöglichkeiten der 450 Wohnungen sollen zwischen Eigentums- und Mietwohnungen variieren. Architektonisch reizvoll wirkt der Entwurf, der abgestufte Flügelbauten vorsieht. Das Areal ist aktuell unbebaut, weil die dort befindlichen Schulbauten vor einigen Jahren abgerissen wurden.

In der Südstadt will man drei Gebäude errichten, die über 120 Eigentums- bzw. Seniorenwohnungen beherbergen sollen. Die Bauten an der Südpromenade sollen ebenfalls auf Abrissflächen entstehen. Zudem entstehen neue Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser in der Jägerstraße, in der Hafenstraße und den Weingärten, in Dölau, Granau und Nietleben.

Hafenstraße (Juli 2019)

Klinikbauten

Das AWO-Psychiatriezentrum in der Zscherbener Straße in Halle-Neustadt wurde im Außenbau fertiggestellt und sticht nun mit grüner Fassade heraus. Als angedeuteter Rundbau passt er sich gut ins Umfeld ein, da schräg gegenüber der Delta-Kindergarten am Gastronom steht.

Ein weiteres Großprojekt entsteht am Klinkum Kröllwitz. Mehr als 100 Millionen Euro wird der vom Land Sachsen-Anhalt finanzierte Neubau kosten. Entstehen sollen die Häuser 12 und 13, die Teil des zweiten Bauabschnitts des BAUSEG-Projekts sind. Im Areal der Unikliniken in der Magdeburger Straße entstand ein Gebäude neben der Pathologie oberhalb des Franzosenweges.

Neubau neben der Pathologie in den Unikliniken

Anbauten

Der Anbau am Fahrradgeschäft in der Geiststraße wurde eröffnet. Zudem begann der Pumpenhersteller KSB in der Beesener Straße mit einem Anbau an der Nordseite gen Schwarzen Weg. Der Anbau am MMZ in der Mansfelder Straße wurde beendet.

Verwendete Literatur

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Martin Beitz

Ich bin je einer der Betreiber der Seiten "Halle im Bild", "Saalekreis im Bild", "Merseburg im Bild" und "Weißenfels im Bild". Zudem baue ich "München im Bild" auf.

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