Die wechselvolle Geschichte der Spielbanken in Halle und Saalekreis
- Spielbanken in Halle gab es bis 2011 und gibt es wieder seit 2018; große Änderungen 2021
- Im Saalekreis gibt es seit 2014 eine Spielbank in Günthersdorf (Leuna)
- Glücksspiel kann süchtig machen – nutzt Hilfe
Die Spielbank- und Casino-Geschichte Sachsen-Anhalts hat ihre Höhen und Tiefen erlebt. Bis August 2018 gab es nur beim Einkaufspark NOVA (ehem. Nova Eventis) in Günthersdorf und in Magdeburg Spielbanken. Heute gibt es in Halle (Saale) und dem Saalekreis wieder eine Vielzahl an legalen Glücksspielangeboten, die von einer staatlichen Spielbank über klassische Spielhallen bis hin zu Annahmestellen für Lotterien reichen.
Und unser wichtiger Hinweis: Glücksspiel kann süchtig machen und es gibt Hilfe, mit der Sucht umzugehen.
Verzeichnis
Spielbanken in Halle und dem Saalekreis
Bei Spielbanken und Casinos, Black Jack, Slots oder Poker kommt man ins Träumen von fernen Orten. Monte Carlo, Macau oder andere exotische Locations. Grandiose Diebstähle wie bei Ocean’s Eleven oder Casino-Abenteuer mit James Bond oder anderen Filmhelden. Doch ist das die Realität? Nein, denn Glücksspiel ist über Jahrzehnte extrem romantisiert worden. Doch ein Hauch von Exklusivität und High Society schwingt ja doch mit.
Die Spielbanken in Halle und Umgebung waren niemals viele, geschweige denn haben sie einen großen Wirtschaftsfaktor ausgemacht. Die Spielbanken in Sachsen-Anhalt waren ursprünglich im Besitz des Landes, aber wurden 2010 als unrentabel an einen neuen Besitzer verkauft. Dieser geriet in finanzielle Notlage und schloss die Spielbanken seiner Kette im Mai 2011.
Geschichte der Spielbank Halle im K&K
Die Spielbank Halle hat eine lange Geschichte hinter sich. Immer wieder mit Besitzerwechseln und sehr wendevoller Historie ging im Mai 2011 auch in Halle zunächst das Licht aus. Im Mai 2013 wurde die Spiel-Lizenz des Landes neu an die Merkur-Spielbanken vergeben. Diese gehören zur international tätigen Gauselmann-Gruppe, welche verschiedene Spielbanken und Casinos betreibt. Seit August 2018 gibt in Halle wieder eine neue Spielbank. Betrieben von der MERKUR-Gruppe ist sie die größte und modernste Glücksspielstätte in Halle (Saale). Sie befindet sich in der Leipziger Straße 63 und bietet neben modernen Automatenspielen auch Live-Spiele (wie klassisches Roulette oder Black Jack) sowie regelmäßige Events und Jackpots.
Die Spielbank im Dormero Kongress- und Kulturzentrum (kurz K&K) ist neben Bar und Lounges ein Gesamt-Ensemble. Farbe und Formen orientieren sich unter den Namen “Caramel” an der Küste Kaliforniens. Das Investment in den Standort betrug 4,5 Millionen Euro. An 84 Spielautomaten, Jackpot-Systemen, 3D-Spielen und elektronischen Roulette-Varianten können sich die Besucher austoben. Im Gegensatz zu den beiden älteren Schwester-Casinos in Halle handelt es sich hier um ein reines Automatencasino.
Parallel wurde in Magdeburg auch eine Filiale eröffnet. Seitdem gibt sich die Spielbank in Leuna-Günthersdorf mondän und kosmopolitisch, um neue Kunden anzuziehen – auch jenseits der üblichen Spielerschaft der Geschäfte. Man will sich auch als Freizeitanbieter verstehen.
Was ist eigentlich eine Spielbank bzw. ein Casino?
Als Spielcasino wird ein Raum bezeichnet, in dem Glücksgewinne gespielt werden können. Das Angebot ist sehr groß und bietet verschiedene Arten von Spielen an wie zum Beispiel Automatenspiele, Videospiele oder aber auch Poker oder Black Jack. Der Zutritt gilt nur für Leute die das achtzehnte Lebensjahr überschritten haben.
Der Begriff Casino stammt aus dem italienischen, genauer gesagt aus Venedig und beschreibt ein kleines Haus, dass für das gesellige Beieinander gedacht war. Im Jahre 1170 startete, dass erste Glücksspiel unter freiem Himmel.
Spielebanken verschiedenster Größen sind heute in ganz Deutschland zu finden
Die Geschichte
Laut historischer und archäologischer Forschung geht man heute davon aus, dass die ersten Glücksspiele schon um das Jahr 3000 v. Christus gespielt wurden. In China wurden dementsprechende Beweise in gefunden, die auf Würfelspiele hinweisen. Die Begeisterung für Glücksspiele kam auch nach Europa. Ein wichtiger Punkt in der Geschichte der Glücksspiele ist die römische Antike. Denn in dieser Zeit wurden trotz kritischer Gesetzeslage weit verbreitet Casinospiele gespielt. Trotz des immer wieder aufkommenden Verbots von Glücksspielen in den letzten Jahrhunderten nahm die Begeisterung für Glücksspiele und Casinohäuser kein Ende. Der Umgang mit der endlosen Begeisterung für Glückspiele wurde von Staat zu Staat unterschiedlich behandelt.
Geschichte der Casinos in Europa
Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der Spielcasinos. Davon wurden einige aber auch illegal betrieben. Ab dem 18. Jahrhundert waren Casinos in den europäischen Residenzstädten zu finden. In Deutschland war Frankfurt am Main am erfolgreichsten, dort soll bereits Ende des 14. Jahrhunderts ein Spielhaus existierte haben.
Entwicklung von Online-Casinos
Natürlich hat sich auch das Internet entwickelt. Zusätzlich zum klassischen Glücksspiel kamen in den 1990er Jahren Online-Casinos dazu. 1996 waren ist nur fünfzehn Anbieter die Online die beliebten Glücksspiele anboten. Ein Jahr später waren es dann schon zweihundert. Die ersten Pokerrooms im Internet erschienen 1998. Der damalige Umsatz der Online Glücksspiele betrug zu dem Zeitpunkt 800.000. 1999 konnten die Spieler durch einen neuen Multi-player- Modus während des Spielens mit anderen Spielern kommunizieren. Sieben Jahre später im Jahr 2001 zockten bereits acht Millionen Nutzer in den Online Casinos. 2007 erreicht der Umsatz zweihundert Milliarden Euro pro Jahr.
Durch das stationäre als auch digitale Casino-Geschäft sollen bis 2023 33 Milliarden Euro eingenommen werden.
Geschichte der Spielbanken im Saalekreis
Erst seit der Fusion der Altkreise Saalkreis und Merseburg-Querfurt kann man wirklich von einer Spielbankgeschichte im Saalekreis sprechen, die auch nur ein knappes Jahr andauerte. Der alte Besitzer ging 2011 pleite.
Erst im Dezember 2014 eröffnete in Leuna-Günthersdorf wieder eine Spielbank. Heute zählt die MERKUR-Spielbank Leuna zu den modernsten staatlich konzessionierten Spielbanken Deutschlands. Sie liegt verkehrsgünstig direkt gegenüber dem großen Einkaufszentrum NOVA zwischen Halle und Leipzig. Nach einer umfassenden Renovierung im Spätsommer 2025 bietet die Spielbank ein komplett neu gestaltetes, modernes Design sowie eine modernisierte Bar direkt am Eingang und kann damit auch einfach so besucht werden, ohne zu spielen.
Weitere Spielbanken, Casinos und Stätten in der Region
- MERKUR SPIELHALLE (Leipziger Straße, Halle) – Direkt angebunden oder in direkter Nähe zur Spielbank.
- Löwen Play Spielhallen: Mehrere Filialen im Stadtgebiet von Halle sowie im Umland.
- Zübeyir Baykus Spielothek C&Z (Köthener Str. 13, Halle-Trotha).
- Lotto-Verkaufsstellen: Das klassische Glücksspiel (Lotto 6aus49, Eurojackpot, Rubbellose) wird flächendeckend in fast allen Zeitschriftenläden, Tabakgeschäften und größeren Supermärkten in Halle und dem gesamten Saalekreis über die staatliche Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt vertrieben.
Besonderheit von Halle (Saale) für das Glücksspiel
Halle an der Saale hat auch noch eine weitere besondere Bedeutung für den deutschen Glücksspielmarkt. Hier hat nämlich die bundesweit zuständige Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ihren Hauptsitz. Halle (Saale) ist damit sozusagen die Hauptstadt der deutschen Glücksspielkontrolle.
Im Januar 2020 einigten sich die Bundesländer darauf den alten Glücksspiel-Staatsvertrag zu modernisieren. Bislang illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker, -Casinos oder -Automatenspiele sollen künftig erlaubt sein. Es soll auch strengere Regeln zum Spielerschutz geben. Der neue Staatsvertrag trat am 1. Juli 2021 in Kraft.
- Prüfung und Lizenzierung: Vergabe von Lizenzen für Online-Poker, virtuelle Automatenspiele (Slots) und Sportwetten.
- Spielerschutz und Suchtprävention: Überwachung gesetzlicher Vorgaben zum Schutz der Spielenden vor Spielsucht und finanzieller Überlastung.
- Schwarzmarktbekämpfung: Verfolgung illegaler Glücksspiel-Angebote im Internet sowie die Unterbindung unerlaubter Werbung dafür.
- Marktbeobachtung und Forschung: Erhebung von Marktdaten sowie die Beauftragung wissenschaftlicher Studien zur Evaluation der Regulierungseffekte
Hilfe bei Spielsucht
- Evangelische Stadtmission Halle (Saale): Suchtberatungsstelle für Betroffene und Angehörige
- AWO-Suchtberatungsstelle: Unterstützung bei Glücksspiel- und Onlinespielabhängigkeit
- Selbsthilfegruppe Game Over: Offener Treffpunkt für Menschen mit Glücksspielproblematik

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