Wirtschaft und Startups: Wie behaupten sich Halle und der Saalekreis digital?
Viele wissen es vielleicht nicht, aber Halle und der Saalekreis sind auch Sitz von Technologie-Unternehmen und Startups, darunter der E-Commerce-Riese Relaxdays, der Online-Händler anndora, das KI-Cloud-Startup Anhalt Intelligence oder der Smart-Mirror-Hersteller Glancr. Darüber hinaus ist die Region auch Sitz einiger innovativer Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Kreativwirtschaft oder Chemie bspw. beim Weinberg-Campus. Und alle brauchen gute Webpräsenzen: In der heutigen digitalen Welt ist die Zusammenarbeit zwischen Designern und Softwareentwicklern von entscheidender Bedeutung, um erfolgreiche und benutzerfreundliche Produkte zu schaffen. Doch wie verbessert sie die Benutzererfahrung? Eine Analyse.
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Gibt es wirklich Tech-Startups aus Halle und dem Saalekreis?
Während einige Betriebe in der Region bereits digitale Erfolgsgeschichten vorweisen können, stehen andere Unternehmen noch ganz am Anfang ihrer Reise in die digitale Zukunft. Die wirtschaftlichen Bedingungen haben sich stark verändert, und Untätigkeit führt zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Besonders mittelständische Firmen befinden sich gegenwärtig in einer entscheidenden Phase ihrer Unternehmensentwicklung, denn die technologischen Entwicklungen schreiten in einem Tempo voran, das schnelles Handeln und strategische Anpassungen unverzichtbar macht.
Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse und vernetzte Systeme prägen zunehmend den Arbeitsalltag in deutschen Unternehmen, wobei diese technologischen Entwicklungen die Art und Weise, wie Mitarbeiter ihre täglichen Aufgaben erledigen, grundlegend verändern. Die gute Nachricht lautet: Es ist noch nicht zu spät, die Weichen für eine erfolgreiche digitale Zukunft richtig zu stellen, wenn Unternehmen jetzt entschlossen handeln und die notwendigen Schritte einleiten.
Eine solide Online-Präsenz bildet das Fundament jeder digitalen Strategie. Wer professionell auftreten möchte, sollte zunächst eine passende Domain kaufen und damit die Basis für alle weiteren Maßnahmen schaffen. Diese Investition zahlt sich langfristig aus, denn eine einprägsame Internetadresse stärkt das Vertrauen potenzieller Kunden und Partner erheblich.
Digitale Geschäftsmodelle werden immer wichtiger
Die Rahmenbedingungen für Unternehmen haben sich in den letzten Monaten grundlegend und spürbar verändert. Förderprogramme des Bundes und der Länder unterstützen derzeit Digitalisierungsvorhaben mit besonders attraktiven Konditionen, wobei diese Förderungen zeitlich begrenzt sind und nur noch bis Ende dieses Jahres in Anspruch genommen werden können. Zugleich wachsen die Anforderungen von Geschäftspartnern und Endkunden an digitale Serviceangebote stetig weiter. Unternehmen mit analogen Prozessen gelten heute zunehmend als veraltet.
Besonders auffällig ist der Generationenwechsel in Entscheidungspositionen. Jüngere Führungskräfte erwarten digitale Kommunikation und schnelle Reaktionszeiten. Lieferanten nutzen vermehrt elektronische Bestellsysteme, während Banken bei Kreditvergaben den digitalen Reifegrad der Antragsteller stärker berücksichtigen. Diese Entwicklung zieht sich durch alle Branchen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zur großen Unternehmensberatung.
Förderlandschaft und regulatorische Anforderungen verstehen
Die aktuelle Förderlandschaft bietet zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft stellt Programme bereit, die bis zu fünfzig Prozent der Investitionskosten abdecken können. Hinzu kommen regionale Initiativen, wie etwa die HALLE MESSE mit ihrer Chance- und Rückkehrermesse, die wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten für Unternehmer schaffen.
Marktdynamiken und Wettbewerbsdruck richtig einschätzen
Der Wettbewerbsdruck ist durch das Auftreten internationaler Anbieter auf dem deutschen Markt deutlich gestiegen. Ausländische Start-ups drängen mit schlanken und digital ausgerichteten Geschäftsmodellen verstärkt auf den deutschen Markt. Etablierte Unternehmen müssen ihre Prozesse überdenken, um konkurrenzfähig zu bleiben. Durch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben werden Ressourcen frei, die sich für die strategische Entwicklung nutzen lassen. Digitale Werkzeuge können Kundenservice, Marketing und Vertrieb deutlich besser machen.
Mitarbeiterqualifikation als Schlüsselfaktor
Technologie allein genügt nicht, um die angestrebten Ziele zu erreichen, da der Erfolg digitaler Veränderungen immer davon abhängt, wie gut Menschen und technische Lösungen zusammenwirken. Die Mitarbeiter müssen bei Veränderungen aktiv eingebunden werden. Schulungsprogramme für praktische Anwendungskompetenz sind für den Wandel unentbehrlich. Ältere Mitarbeiter bringen wertvolles Erfahrungswissen mit, das digitale Werkzeuge sinnvoll ergänzen können. Die Kombination aus fundierter Branchenkompetenz und einem soliden technologischen Verständnis schafft unschlagbare Vorteile, die es Unternehmen ermöglichen, sich im zunehmend digitalen Wettbewerbsumfeld dauerhaft erfolgreich zu positionieren.
Drei bewährte Implementierungsstrategien für nachhaltige Digitalisierung
Die Umsetzung digitaler Vorhaben scheitert häufig nicht an mangelnden Ressourcen oder fehlenden Budgets, sondern vielmehr an einer falschen Herangehensweise, die grundlegende methodische Prinzipien außer Acht lässt. Bewährte Methoden, die sich in der Praxis bereits vielfach als zuverlässig erwiesen haben, minimieren die auftretenden Risiken erheblich und maximieren gleichzeitig die Erfolgschancen bei der Umsetzung digitaler Vorhaben. Die schrittweise Einführung neuer Systeme, bei der Veränderungen in überschaubaren Etappen vorgenommen werden und Mitarbeiter ausreichend Zeit zur Anpassung erhalten, hat sich in zahlreichen Projekten als deutlich überlegen erwiesen gegenüber radikalen Komplettumstellungen, die oft zu Überforderung und unerwarteten Problemen führen.
- Die erste Strategie richtet den Blick gezielt auf Pilotprojekte als Ausgangspunkt für Veränderungen. Ein abgegrenzter Unternehmensbereich testet neue Lösungen, bevor diese flächendeckend ausgerollt werden. Fehler bleiben dadurch beherrschbar und die gesammelten Erfahrungswerte fließen direkt in die weitere Gesamtplanung ein.
- Die zweite Strategie setzt auf externe Partnerschaften, die es dem Unternehmen ermöglichen, von außen spezialisiertes Fachwissen einzuholen und dadurch Projekte schneller voranzubringen, ohne eigene Ressourcen übermäßig zu beanspruchen. Spezialisierte Dienstleister bringen ihr tiefgreifendes Fachwissen in die Projekte ein, wodurch sie die praktische Umsetzung der geplanten Maßnahmen erheblich beschleunigen und den gesamten Transformationsprozess vorantreiben können.
- Die dritte Strategie kombiniert beide Ansätze, indem sie von Beginn an eine intensive Mitarbeiterbeteiligung vorsieht, wodurch die Belegschaft aktiv in alle Entscheidungsprozesse eingebunden wird und deren praktische Erfahrungen direkt berücksichtigt werden können.
Wer vertiefende Informationen zu verschiedenen Geschäftsthemen sucht, findet im umfassenden Ratgeberbereich weiterführende Artikel und praktische Tipps für unterschiedliche Unternehmensherausforderungen.
Das sind die besten Startups aus Halle und dem Saalekreis
Anhalt Intelligence (Homeoffice-Cloud & KI-Kollege) aus Halle
Entstanden aus einer Kooperation zwischen der Bildungsmarke DER SEMINAR und Akteuren der Eventreihe Mitteldeutsches Barcamp entwickelt Anhalt Intelligence seit 2025 Cloud- und KI-Tools für Berufsgeheimnisträger und Veränderer in Wirtschaft und Gesellschaft.
Gründer Christian Allner äußert sich zum Ziel des Unternehmens:
“Wir wollen Hoffnung machen. Unsere Produkte, die Homeoffice-Cloud CAMPUS und der KI-Kollege MAIK, sollen zeigen, dass gute Software und moderne IT-Technologie nicht nur aus Übersee, sondern aus der Region stammen kann. Unser gesamtes Team stammt aus Sachsen-Anhalt und unsere Infrastrukturpartner sind exklusiv europäisch. Wir haben keine Abhängigkeiten, sind souverän und erfüllen alle rechtlichen Anforderungen der DSGVO und der europäischen KI-Verordnung.”
Das Startup ist ein Zusammenschluss von Beteiligten aus Halle, dem Saalekreis, Dessau und anderen Orten aus der Region. Schwerpunkte und die Werte des Unternehmens sind Datenschutz, Sicherheit, Nachhaltigkeit und digitale Unabhängigkeit. Gerade erst hat Anhalt Intelligence eine Seed-Finanzierung erhalten vom Land Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union.
Bio-Bäckerei Fischer (Backwaren im Onlineshop) aus Wettin-Löbejün
Seit dem Jahre 1799 wird der Familie Fischer das Handwerk des Backens durch Meisterhand in herkömmlicher Tradition ausgeführt. In Rothenburg (OT von Wettin-Löbejün) oder in ausgewählten Partner-Shops in Halle (Saale) live vor Ort zu kaufen, hat die Bäckerei seit mehreren Jahren eine digitale Erfolgsgeschichte geschrieben, die vom Land Sachsen-Anhalt mit dem Preis selben Namens bereits ausgezeichnet wurde. Denn die Bäckerei setzt auf Digitalisierung – sei es über 3D-Rundgänge oder den eigenen Online-Backshop.
Needle Tools (3D-Webanwendungen) aus Halle
Felix Herbst und Marcel Wiessler sind die Gründer von Needle Tools, lernten sich während ihres Studiums an der Burg Giebichenstein kennen und entwickelten die Needle Engine – um 3D-Webinhalte mühelos zu erstellen und zu integrieren.
Mit der zunehmenden Nutzung von XR-Inhalten im Web und neuen VR- und AR-Geräten, die ins Web Einzug halten, bietet die Needle Engine eine Lösung für die Herausforderungen der responsiven Gestaltung. Sie erleichtert die Arbeit, überwindet technische Hindernisse und macht innovative Webanwendungen für jede Branche zugänglich.
Digittrade (Chiffry-Messenger) aus Teutschenthal
Der Chiffry Secure Messenger ist die kostenlose, abhörsichere Whatsapp-Alternative für jene, die Wert auf Sicherheit und Datenschutz legen. Dieser verschlüsselte Messenger ist erhältlich für die üblichen Smartphone-Modelle. Somit können Privatpersonen, Unternehmen und Behörden Informationen vertraulich teilen. Entwickelt von der Digittrade GmbH mit Sitz in der Gemeinde Teutschenthal.
Glancr (Smart Mirrors) aus Kabelsketal
Glancr entwickelt einen smarten Spiegel mit eigenem Betriebssystem, denn der Spiegel wird intelligent. Das Startup glancr hat ein Betriebssystem entwickelt, das aus herkömmlichen Spiegeln internetfähige Smart Mirrors macht. Smart Mirrors zeigen dem Betrachter persönliche Informationen an: von der Wettervorhersage über Termine bis hin zu Aktienkursen und aktuellen News. Die Gründer Gordon, Tobias und Tobias tüfteln bereits seit 2016 und verbessern ihr Produkt immer wieder.
Recable (nachhaltige Ladekabel) aus Merseburg
Recable ist das erste USB-Kabel, das in Deutschland gefertigt wird, reparierbar und nahezu komplett recycelbar ist. Das Unternehmen sagt dazu:
“Technik für eine lebenswerte Zukunft eben und Nachhaltigkeit, die ins Auge fällt. Und Nachhaltigkeit, das ist für uns nicht nur eine leere Phrase. Wir leben dieses Prinzip und versuchen mit unseren Produkten nachhaltige Standards für technische Produkte zu etablieren.”
Kreislaufwirtschaft, faire Arbeitsbedingungen und eine Technik, die ganzheitlich dem Menschen dient und dabei der Gesundheit und Umwelt nicht schadet, stehen im Fokus für Gründer Hermann Hetzer und sein Team.
Und viele weitere …
Hier haben die Kollegen bei Webwirtschaft eine Topliste der Startups aus Sachsen-Anhalt gesammelt.
Konkrete Technologietrends die mittelständische Unternehmen jetzt kennen müssen
Technologische Entwicklungen, die sich in rasantem Tempo vollziehen und sämtliche Branchen durchdringen, prägen das Geschäftsleben mehr denn je, sodass Unternehmen ihre Strategien kontinuierlich anpassen müssen. Mittelständische Betriebe müssen lernen, bedeutsame Trends von kurzlebigen Hypes klar zu unterscheiden. Die folgenden Technologien verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie das Geschäftsumfeld mittelständischer Unternehmen in den kommenden Jahren grundlegend verändern und neue Möglichkeiten eröffnen werden:
- KI für Kundenservice und Prozessautomatisierung spart Kosten und steigert die Qualität.
- Cloud-basierte Unternehmenssoftware ermöglicht flexibles Arbeiten ohne hohe Hardware-Anfangsinvestitionen.
- Datenanalytik wandelt Geschäftsinformationen in wertvolle Entscheidungsgrundlagen um
- Digitale Zahlungssysteme und E-Commerce erschließen neue Kundengruppen über regionale Grenzen hinaus.
- Cybersicherheit wird angesichts steigender Bedrohungen zum unverzichtbaren Teil jeder IT-Strategie.
Das Fraunhofer-Institut hat umfangreiche Forschungsergebnisse zu Strategien der digitalen Transformation veröffentlicht, die wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen für Unternehmen verschiedener Branchen liefern. Diese Erkenntnisse helfen bei der Priorisierung von Investitionen.
Der strategische Ausblick
Die digitale Transformation stellt keine einmalige Aufgabe dar, die nach ihrer Erledigung abgeschlossen wäre, sondern einen fortlaufenden Prozess, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und von Unternehmen verlangt, dass sie ihre Strategien, Technologien und Arbeitsweisen immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen. Wer im Jahr 2026 die richtigen Weichen stellt und dabei sowohl technologische als auch strategische Entscheidungen klug abwägt, schafft damit eine solide Grundlage für langfristigen Geschäftserfolg in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Die Kombination aus technologischer Modernisierung, gut qualifizierten Mitarbeitern und einer sorgfältig durchdachten Strategie führt dazu, dass Unternehmen messbare Verbesserungen in allen Bereichen ihrer Geschäftstätigkeit erzielen können. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aktiv zu werden und die verfügbaren Chancen zu ergreifen, die sich durch Förderprogramme und günstige Marktbedingungen für entschlossene Unternehmer bieten.
Die Werkzeuge stehen bereit, Fördermöglichkeiten sind attraktiv, und der Markt belohnt mutige Entscheidungen. Unternehmen, die heute den Mut aufbringen, in ihre digitale Zukunft zu investieren, werden morgen mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Gewinnern am Markt gehören und ihre Wettbewerber hinter sich lassen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich als Unternehmen eine professionelle digitale Identität aufbauen?
Eine professionelle digitale Identität beginnt mit der richtigen Domain-Wahl. Sie sollten zuerst eine Domain kaufen, die Ihr Unternehmen eindeutig repräsentiert und leicht zu merken ist. Diese bildet das Fundament für alle weiteren Digitalisierungsschritte und signalisiert Vertrauenswürdigkeit gegenüber Kunden und Geschäftspartnern.
Welche Förderprogramme unterstützen Unternehmen bei der digitalen Transformation 2026?
Bund und Länder bieten derzeit attraktive Förderprogramme für Digitalisierungsvorhaben, die bis Ende 2026 befristet sind. Diese Programme unterstützen mittelständische Unternehmen dabei, den Sprung in die digitale Zukunft zu schaffen. Unternehmen sollten sich zeitnah informieren, da diese Förderungen nicht unbegrenzt verfügbar sind.
Warum wird 2026 zum entscheidenden Jahr für digitale Geschäftsmodelle?
2026 markiert einen Wendepunkt durch den Generationenwechsel in Führungspositionen und steigende Erwartungen an digitale Services. Jüngere Entscheidungsträger setzen verstärkt auf elektronische Prozesse und schnelle Reaktionszeiten. Wer jetzt nicht handelt, riskiert als rückständig wahrgenommen zu werden und den Anschluss an moderne Wettbewerber zu verlieren.
Welche Technologien prägen die digitale Transformation besonders stark?
Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse und vernetzte Systeme bestimmen zunehmend den modernen Arbeitsalltag. Diese Technologien ermöglichen es Unternehmen, ihre Effizienz zu steigern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Mittelständische Firmen sollten diese Entwicklungen nicht ignorieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Wie können mittelständische Unternehmen ihre digitale Neuausrichtung systematisch angehen?
Der Schlüssel liegt in einem strukturierten Vorgehen: Zunächst sollten Unternehmen eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen digitalen Präsenz machen und konkrete Ziele definieren. Anschließend gilt es, Prioritäten zu setzen und schrittweise moderne Technologien zu implementieren. Wichtig ist dabei, die Mitarbeiter von Beginn an einzubeziehen und entsprechend zu schulen.

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