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Großes KI-Problem gelöst? ANHALT INTELLIGENCE erhält dafür sechsstellige Finanzierung von Land und EU

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Gute Technologie muss nicht immer aus dem Silicon Valley stammen, wie ein regionales Startup zeigt. Mit einem neuartigen Cloud-KI-Assistenten geht Anhalt Intelligence in Konkurrenz zu ChatGPT, Gemini und anderen KI-Anbietern. Und: Das System soll etwas können, was bislang als großes Problem bei KI galt. Dafür sicherte sich das Startup eine Seed-Finanzierung im mittleren sechsstelligen Bereich vom Land Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union.

Zusammenfassung:

  • Moderne KI hat oft mit Fehlantworten zu kämpfen, sog. KI-Halluzinationen
  • Das Hallenser KI-Startup ANHALT INTELLIGENCE (AI) startet die Entwicklung von MAIK (“Mein AI-Kollege”)
  • MAIK soll mit einem neuartigen Halluzinationen-Filter Fehlantworten stark reduzieren

Christian Allner, Geschäftsführer bei Anhalt Intelligence:

“Die Anforderungen an moderne KI-Lösungen wachsen – besonders in Deutschland. Wir bei Anhalt Intelligence sind überzeugt: Echte digitale Souveränität ist kein bloßes Schlagwort, sondern das Fundament für vertrauensvolle Innovation. Deshalb entwickeln wir mit MAIK eine Alternative, die Sicherheit und Fortschritt vereint.”

MAIK setzt konsequent auf europäische Standards – vollumfänglich DSGVO-konform und bereits im Einklang mit der europäischen KI-Verordnung, dem AI Act. Der KI-Kollege wird halluzinationsarm, also faktengenauer als bisherige Anbieter arbeiten und damit die Informationsbeschaffung und -verwaltung effizienter und zugänglicher machen. MAIK wird integriert in die bestehende Homeoffice-Cloud CAMPUS und mit einer von den Kunden individualisierbaren Datenbibliothek ausgestattet sein – zunächst für Berufsgeheimnisträger und die öffentliche Verwaltung im DACH-Raum.

Das Problem der Datenflut und die Lösung durch den KI-Kollegen

In fast jedem modernen Büro kämpfen Mitarbeiter heute mit einer schieren Masse an digitalen Informationen, die täglich auf sie einprasselt und oft wertvolle Zeit für die eigentliche Kernarbeit raubt. E-Mails, Dokumente, Tabellen und Chatnachrichten müssen sortiert, gelesen und verarbeitet werden, was häufig zu einer Überforderung führt, die man in Fachkreisen bereits als informationelle Erschöpfung bezeichnet. Hier setzt der innovative Ansatz von Anhalt Intelligence an, indem eine Software geschaffen wird, die wie ein echter Kollege mitdenkt und die relevanten Informationen aus den Datenströmen filtert.

Die künstliche Intelligenz lernt ständig dazu und erkennt Zusammenhänge, die einem menschlichen Auge in der Hektik des Alltags vielleicht entgangen wären, wodurch Fehler vermieden werden. Es wird eine Brücke geschlagen zwischen der starren Logik von Computern und dem flexiblen Verständnis, das bisher nur Menschen vorbehalten war.

Innovativ: RAG – Retrieval Augmented Generation

Bisherige Systeme scheiterten oft daran, dass sie zwar Texte erkennen konnten, aber den tieferen Kontext einer Nachricht oder eines Arbeitsauftrages nicht wirklich im Detail verstanden haben. Der „KI-Kollege“ soll diesen entscheidenden Schritt weitergehen und man kann ihn mit eigenen Texten füttern, auf die das System dann individuell eingeht. Man baut sich also seine KI mit einem persönlichen Gedächtnis.

So soll die Effizienz im Betrieb gesteigert werden. Ein starkes regionales Netzwerk und Fördermittel aus dem Cross-Innovation-Programm unterstützen die Produktentwicklung bis 2027.

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